In der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Münzenberg zog Vorsitzender Manfred Tschertner eine zufrieden stellende Bilanz des vergangenen Jahres.
Zu Beginn der Sitzung wurde zunächst des verstorbenen langjährigen Mitglieds Heinz Stelz gedacht. Im anschließenden Rückblick ließ Tschertner die wichtigsten Ereignisse und Veranstaltungen Revue passieren und hob insbesondere die sehr erfolgreiche Bürgerumfrage 2015 hervor, aus der das SPD-Wahlprogramm entwickelt worden war. Der Reigen der Veranstaltungen reichte von der SPD-Gedenkveranstaltung zum 9. November bis zum traditionellen Schlachtessen Anfang 2016, welches wieder ein Publikumsmagnet gewesen sei.
Mit der Analyse des Wahlergebnisses, das die Münzenberger SPD erneut als stärkste Fraktion im Stadtparlament ausweist, wurde übergeleitet zum Bericht des Fraktionsvorsitzenden Michael Brückel. Brückel zeigte sich zufrieden über die Ergebnisse der zurückliegenden parlamentarischen Arbeit. In mehr als 30 Sitzungen der unterschiedlichsten Gremien wurden die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres behandelt und in Anträge und Anfragen umgesetzt. Dabei standen neben Haushaltsfragen insbesondere die Zukunft des Brandschutzes und die Weiterentwicklung des städtischenTourismus im Vordergrund. Das in der Stadtverordnetenversammlung einhellig verabschiedete Tourismuskonzept beruht im Wesentlichen auf der umfangreichen Vorarbeit von SPD-Parlamentariern. Auch wenn ein Großteil der Parlamentsarbeit in fraktionsübergreifende Beschlussfassungen mündete, war die SPD häufig Initiator und Ideengeber der städtischen Politik, wie Brückel zufrieden feststellte.
In seinem Bericht zur Arbeit der Kreistagsfraktion wies Karl-Heinz Schneider vor allem auf die erfolgreiche Haushaltspolitik der SPD-geführten Koalition hin. Das Ergebnis des dritten ausgeglichenen Haushalts sei die Rückgewinnung der autonomen Haushaltsführung, die 2016 über den Kreisausgleichsstock auch den Kommunen des Wetteraukreises zugutekomme. Auch die erfolgreiche Bewältigung der Flüchtlingsproblematik im Kreis gehe vorrangig auf das Konto von Landrat Joachim Arnold und der Kreis-SPD.
Der anschließende Kassenbericht von Hagen Vetter belegte eine zufriedenstellende Haushaltssituation des Ortsvereins, die von den Kassenprüfern Peter Hüttl und Norbert Weisel bestätigt wurde und zur einstimmigen Entlastung des Vorstands führte.
In einer regen und engagierten Diskussion wurde das Ergebnis der Kommunalwahl ausgewertet. Das Abschneiden der SPD beruhe sicherlich auch auf dem hohen Anteil der Protestwähler, die nicht die beiden großen Parteien gewählt hätten, wurde übereinstimmend festgestellt. Die SPD habe aus diesem Grund Stimmenverluste hinnehmen müssen, die das Ziel der absoluten Mehrheit verhindert hätten. Kritisch wurde auch angemerkt, dass die ablehnende Haltung der Münzenberger SPD zu Windkraftanlagen in Burgnähe zu wenig deutlich gemacht worden sei.
In seinem Schlusswort gab Manfred Tschertner einen Ausblick auf die Zeit nach der Wahl und stellte fest, dass es jetzt darauf ankomme, eine seriöse und zuverlässige Zusammenarbeit zu suchen, die berechenbar sei und über den Tag hinaus halte.