Schlaf- und Wohngemeinde oder zukunftsorientierte Stadt?

Veröffentlicht am 08.04.2014 in Presse
 

Die diesjährige Frühjahrsklausur des SPD Ortsvereins Münzenberg im Burghotel des Stadtteils Münzenberg stand ganz unter dem Motto „Landvermarktung - braucht Münzenberg Gewerbegebiete?“

Zunächst haben sich die Sozialdemokraten mit den Abläufen und Zusammenarbeit zwischen der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) und der Stadt Münzenberg intensiv auseinandergesetzt. Mit fachlicher Unterstützung durch den Leiter der Haupt- und Finanzverwaltung Herrn M. Müller wurden die vertraglichen Verbindungen, die wichtigsten Regelungen des Erschließungsvertrages, die Abwicklung und Abrechnung diskutiert. Für die Teilnehmer wurde schnell klar, dass die Zusammenarbeit mit der HLG durchaus sinnvoll ist, Alternativen momentan nicht erkennbar sind, zudem die Stadt jederzeit die Möglichkeit hätte Grundstücke zu einem günstigen Zeitpunkt in Eigenregie weiter zu vermarkten.

Am Beispiel des bestehenden Gewerbegebietes „Am Römerhof“ im Stadtteil Gambach in der noch drei große Grundstücksflächen auf einen neuen Besitzer warten, wurden verschiedene Szenarien durchgespielt und es stellte sich dabei die Frage: „Wo will bei der Vermarktung von Gewerbeflächen die Stadt Münzenberg eigentlich hin?“ Zwangsläufig näherten sich die Klausurteilnehmer dem seit Jahren diskutierten Areal im Bereich Ober-Hörgern/A45. Erneut müsse sich Bürgermeister Zeiß fragen lassen, was er in den vergangenen Jahren unternommen habe, um die Vermarktung bzw. Planung dieses Gebietes voran zu bringen.

Bereits 2006 wurde vom Bürgermeister eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht, die erst im März 2007 dem Magistrat vorlegt wurde, seitdem rührt sich in dieser Angelegenheit nichts mehr. Schon in den Frühjahrsklausuren 2012 und 2013 hatte die SPD Münzenberg auf diesen Entwicklungsstau aufmerksam gemacht. Aber von Entwicklung keine Spur! Also weiterhin im „Dornröschenschlaf“ bleiben, nur keine gewerblichen Ansiedlungen – dies gilt übrigens gleichermaßen für die touristischen (Nicht)Aktivitäten - also bloß keine „Störungen“!

Die Sozialdemokraten haben sich allerdings mehrheitlich dazu ausgesprochen, dieses Thema wieder auf die Agenda zu bringen, um die Stadtentwicklung wieder mit neuem Schwung zu beleben.

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