Vor wenigen Wochen hatte die SPD Münzenberg mit der Fragestellung „Wo drückt der Schuh?“ eine Befragung der Bürgerschaft gestartet. Ziel dieser Aktion sollte sein, in allen wichtigen Fragen der Politik, der Stadtentwicklung, der Infrastruktur etc. ein Meinungsbild zu erhalten, um etwas genauer die Interessen der Bevölkerung vertreten zu können.
Das Umfrageergebnis liegt jetzt vor und Manfred Tschertner, der Vorsitzende der Münzenberger Sozialdemokraten, ist recht zufrieden. Zwar könnten aus einer Rücklaufquote von rund 14 % keine repräsentativen Schlüsse gezogen werden, gleichwohl sei diese Beteiligung vergleichsweise gut ausgefallen. Für viele Politikfelder ergäben sich aufschlussreiche Hinweise für die künftige Arbeit.
Während die Verwaltung der Stadt einschließlich Bauhof mit „gut-befriedigend“ bewertet worden sei, kämen die politischen Gremien nicht ganz so gut weg: hier läge die Zufriedenheitsquote nur bei knapp 50 %, etwa 30 % hätten deren Arbeit nicht wahrgenommen. Eine deutliche Aufforderung, so Manfred Tschertner, „mehr ins Gespräch zu kommen“.
Die Entwicklung der Stadt zur Wohngemeinde wird ganz überwiegend als positiv empfunden, bei der Frage weiterer Gewerbeansiedlungen sind die Meinungen eher gespalten. Das eindeutigste Ergebnis der Umfrage betrifft die Weiterentwicklung des Tourismus, die auch momentan Thema der politischen Gremien ist: 81% der zurückgegeben Fragebogen sehen die Weiterentwicklung als eher förderlich an, nur 19 % als eher störend. Die SPD werde dieses Ergebnis als Ansporn verstehen, auf dem begonnenen Weg der Tourismusförderung weiterzumachen.
Die Struktur der Feuerwehren war ebenfalls Thema der Befragung. Eine knappe Mehrheit der abgegebenen Fragebogen befürwortete eine Beibehaltung der derzeitigen Organisation in vier Stadtteilwehren.
Zur Frage der erneuerbaren Energien entschied sich fast die Hälfte der Rückmeldungen generell gegen die Errichtung von entsprechenden Anlagen. Windkraft wurde lediglich von 17 % befürwortet, auch weitere Formen der regenerativen Energien fanden einen ähnlichen Prozentsatz an Befürwortungen.
„Wo der Schuh am meisten drückt“ wurde insbesondere bei der Frage einer modernen Breitbandversorgung mit schnellem Internet deutlich. Dies ist laut Tschertner eine klare Bestätigung der städtischen Entscheidung, die Verkabelung in kommunale Hand zu übernehmen durch Beitritt in die Gesellschaft mit dem Wetteraukreis. Auch weitere Fragen der kommunalen Infrastruktur bewegen viele Mitbürger der Stadt. Hier ist die Sicherstellung der Grund- und ärztlichen Versorgung ebenso von Bedeutung wie eine gute Struktur des ÖPNV.
Diese und weitere Anregungen sind zum Nachlesen auf der Homepage www.spd-muenzenberg.de abgebildet und werden in das Pflichtenheft der Münzenberger Sozialdemokraten aufgenommen, um die Stadt so lebens- und liebenswert wie möglich zu erhalten und weiter auszubauen. Manfred Tschertner dankt im Namen der SPD allen, die sich an der Umfrage beteiligt haben mit dem Versprechen, soweit als möglich die Anregungen und Vorschläge aufzugreifen und möglichst auch umzusetzen.