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Kläranlage Gambach ist topfit, kommt aber an ihre Grenzen
Bild: Sabine Vetter

(HV). Die Kläranlage Gambach ist ein zentraler Baustein der kommunalen Infrastruktur und sorgt täglich dafür, dass Abwasser aus Haushalten und Gewerbe des größten Münzenberger Stadtteils umweltgerecht gereinigt wird. Kürzlich stattete eine Delegation der Münzenberger SPD der Kläranlage Gambach einen Informationsbesuch ab. Der Leiter der Anlage, Nils Brucker, erläuterte den Kommunalpolitikerinnen und -politiker Daten und Fakten der Anlage. Dabei beantwortete er Fragen aus der Runde, an der auch der SPD-Kreistagsabgeordneter Rudi Haas teilnahm. Ihn interessierte besonders die Auswirkungen der Salzfracht aus den vielen privaten Enthärtungsanlagen angesichts der außerordentlich hohen Härtegrade des Gambacher Wassers.

Die Anlage ist auf eine Ausbaugröße von 4.250 Einwohnergleichwerten (EW) ausgelegt. Dieser Wert beschreibt nicht die tatsächliche Einwohnerzahl, sondern fasst die Abwassermenge aus Haushalten sowie aus gewerblichen und industriellen Betrieben in einer vergleichbaren Größe zusammen. Pro Jahr werden in der Anlage rund 350.000 Kubikmeter Abwasser behandelt. Dabei arbeitet die moderne Reinigungstechnik äußerst effektiv: 99 Prozent der organischen Stoffe, 94 Prozent des Stickstoffs und 92 Prozent des Phosphats werden aus dem Abwasser entfernt, bevor das gereinigte Wasser wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Der Betrieb der Anlage erfolgt energieeffizient. Der gesamte Stromverbrauch inklusive des angeschlossenen Pumpwerks liegt bei rund 150.000 Kilowattstunden pro Jahr.

Auch bei der Behandlung der anfallenden Reststoffe wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. Jährlich entstehen etwa 300 Tonnen Klärschlamm, die nach entsprechender Behandlung landwirtschaftlich verwertet werden können. Der Reinigungsprozess erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst wird das Abwasser in der mechanischen Reinigung durch Rechen und Sandfang von groben Bestandteilen befreit. Anschließend folgt die biologische Reinigung, bei der Mikroorganismen im sogenannten intermittierenden Belebtschlammverfahren – also mit wechselnden Belüftungszyklen – die gelösten Schadstoffe abbauen. Ein Nachklärbecken trennt danach das gereinigte Wasser vom Belebtschlamm. Zusätzlich sorgt eine chemische Phosphatfällung dafür, dass auch Phosphorverbindungen zuverlässig entfernt werden.

Der verbleibende Schlamm wird anschließend weiterbehandelt: Zunächst erfolgt eine statische Eindickung, bevor die Entwässerung durch eine externe Fachfirma durchgeführt wird. Danach kann der Klärschlamm als Nährstoffträger in der Landwirtschaft genutzt werden. Mit diesem mehrstufigen Verfahren leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Gewässern, Umwelt und Ressourcen und stellt sicher, dass das Abwasser zuverlässig und nach modernen Standards gereinigt wird.

Wichtige Erkenntnisse des Besuchs sind, dass einerseits Feuchtigkeitstücher nichts in der Toilette verloren haben und in den Restmüll gehören sowie, dass die Anlage ihre Kapazitätsgrenze angesichts der Einwohnerzahl Gambachs bald erreicht hat. Kommen weitere Einwohner durch Umschluss anderer oder fremder Stadtteile hinzu, muss die Anlage gebäude- und verfahrenstechnisch erweitert werden. Ein Weiteres ist, dass die Salzfracht aus den vielen privaten Enthärtungsanlagen die Anlage in ihrer Funktionstüchtigkeit zwar nicht wesentlich beeinträchtigen, aber mit Sicherheit nicht gut für das Wasser als wichtigste Ressource der menschlichen Existenz ist. Daher sahen sich die Münzenberger Sozialdemokraten in ihrer jahrzehntealten Idee einer zentralen Wasseraufbereitung (Enthärtung) wiederum bestätigt!

Gutes Wasser für die Burgenstadt – eine alte SPD-Idee

Hartes Trinkwasser ist in Münzenberg – besonders in Gambach und Ober-Hörgern – seit Jahren ein Thema. Mehr Kalk bedeutet höhere Energiekosten, mehr Wartung und unnötige Umweltbelastung.

???? Bereits 2001 setzte sich die SPD Münzenberg für eine stark geförderte zentrale Wasserenthärtung ein. Der damalige Aufpreis? Gerade einmal 15 Cent pro 1.000 Liter. Dennoch wurde das Projekt durch massive Gegenkampagnen verhindert.

Heute ist klar:
Weniger Kalk heißt
✔️ geringere Nebenkosten für Familien
✔️ längere Lebensdauer von Geräten
✔️ weniger Reinigungsmittel
✔️ Schutz kommunaler Gebäude
✔️ mehr Nachhaltigkeit

Für uns gilt: Trinkwasser ist Daseinsvorsorge. Große Infrastrukturfragen gehören transparent diskutiert – mit Fakten statt Schlagworten.

Die Idee ist nicht neu. Aber sie ist richtig.
Für eine moderne, nachhaltige und sozial gerechte Wasserversorgung in Münzenberg. ????

SPD Münzenberg bei Jörg Becker GmbH in Trais
Unsere Delegation mit Firmenchef Jörg Becker (3.v.l.) in Trais

(HV). Kürzlich war eine Delegation der Münzenberger Sozialdemokraten zu Gast bei der Jörg Becker Haustechnik GmbH. Dieser gut aufgestellte Betrieb am Westrand des östlichsten Münzenberger Stadtteils steht für moderne, zuverlässige und zukunftsorientierte Gebäudetechnik. Als kompetenter Fachbetrieb mit 62 Mitarbeitern vereint das Unternehmen handwerkliche Präzision mit innovativen technischen Lösungen und bietet seinen Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum rund um zeitgemäße Haustechnik. Ob Heizungs-, Sanitär-, Klima- oder Lüftungstechnik – Becker Haustechnik begleitet Projekte von der individuellen Planung über die fachgerechte Umsetzung bis hin zur langfristigen Betreuung und Wartung der Anlagen. Dabei stehen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ebenso im Fokus wie Komfort und Betriebssicherheit. Mit einem erfahrenen Team, hoher Serviceorientierung und dem Anspruch an Qualität versteht sich das Unternehmen als verlässlicher Partner für private, gewerbliche und öffentliche Auftraggeber. Becker Haustechnik setzt auf maßgeschneiderte Lösungen, persönliche Beratung und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Realisierung. Firmenchef Jörg Becker beschrieb den Kommunalpolitikern in einer rund zweistündigen Betriebsbesichtigung die Herausforderungen des Handwerks insgesamt und speziell im Segment Lüftungstechnik. Dabei betonter er sein Geschäftsfeld der größeren Anlagen in Krankenhäusern, Verwaltungen und Betrieben. Private Hausanlagen seien weniger das Tätigkeitsfeld, das sich mittlerweile auf das ganze Bundesgebiet erstreckt, aber den Schwerpunkt in Hessen hat. Das Unternehmen wird sich in absehbarer Zeit vergrößern, da Lagerhaltung und Betriebsabläufe weiter optimiert werden sollen."

SPD Münzenberg: Für eine lebenswerte Kommune – Gemeinsam Zukunft gestalten

 

(HV). Lebensqualität entsteht nicht zufällig. Sie wächst dort, wo Menschen sich sicher fühlen, wo Gemeinschaft gelebt wird und wo eine Stadt Verantwortung für ihre Zukunft übernimmt. Der SPD-Ortsverein Münzenberg stellt genau diesen Anspruch in den Mittelpunkt seines Wahlprogramms 2026–2031.

Für den Vorsitzenden Hagen Vetter ist klar: „Eine lebenswerte Kommune bedeutet mehr als Verwaltung. Es geht um das tägliche Leben der Menschen – um Sicherheit, Verlässlichkeit und echte Perspektiven.“ Die SPD Münzenberg versteht Kommunalpolitik als unmittelbare Gestaltung des Lebensumfeldes. Familienfreundlichkeit, soziale Teilhabe, generationenübergreifende Angebote und bezahlbares Wohnen bilden das Fundament einer starken Stadtgesellschaft.

„Lebensqualität zeigt sich im Alltag“, betont Vetter. „In guten Betreuungsangeboten, in attraktiven Begegnungsorten, in sicheren Strukturen und in der Möglichkeit, hier vor Ort gut leben zu können.“ In mehreren Themenbereichen stellt die SPD Münzenberg ihre Vorstellungen schlagwortartig dar.

Gemeinschaft stärken – Zusammenhalt sichern: Eine lebenswerte Kommune lebt vom Miteinander. Die SPD setzt auf Orte der Begegnung, auf gesellschaftliche Teilhabe und auf ein starkes Ehrenamt. Menschen aller Generationen sollen sich in Münzenberg zuhause fühlen – unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebenssituation.

„Eine Stadt ist nur so stark wie ihr Zusammenhalt“, so der Vorsitzende. „Respekt, Solidarität und gegenseitige Unterstützung sind keine Selbstverständlichkeiten – sie müssen aktiv gefördert werden.“ 

Nachhaltig handeln – Zukunft sichern: Verantwortung für die kommenden Generationen bedeutet, heute kluge Entscheidungen zu treffen. Klima- und Umweltschutz, ein bewusster Umgang mit Ressourcen und eine sichere Versorgungsinfrastruktur sind für die SPD keine abstrakten Ziele, sondern konkrete kommunale Aufgaben.

„Nachhaltigkeit ist gelebte Zukunftssicherung“, erklärt Vetter. „Wer unsere Umwelt schützt, schützt die Lebensgrundlagen unserer Stadt.“ 

Sicherheit & Verlässlichkeit im Alltag

Eine lebenswerte Kommune braucht stabile und funktionierende Strukturen. Dazu gehören eine gute medizinische Versorgung, bezahlbare Pflegeangebote und ein leistungsfähiger Brandschutz. „Die Menschen müssen sich auf ihre Stadt verlassen können“, so der Parteivorstand. „Sicherheit bedeutet Vertrauen – Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit.“

Bezahlbar leben – Lebensräume gestalten

Bezahlbarer Wohnraum, attraktive Ortskerne und eine starke lokale Wirtschaft sind zentrale Bausteine kommunaler Lebensqualität. Münzenberg soll ein Ort bleiben, an dem Wohnen, Arbeiten und Leben in Einklang stehen. „Wohnen darf nicht zur Belastung werden“, so Hagen Vetter. „Wir wollen Lebensräume schaffen, nicht nur Bauflächen.“

Klare Haltung für eine offene Stadt

Lebensqualität ist untrennbar mit gesellschaftlichem Klima verbunden. Die SPD Münzenberg steht für Demokratie, Offenheit und ein respektvolles Miteinander.

„Eine lebenswerte Kommune braucht eine klare Haltung, gegen Ausgrenzung, gegen Hass, gegen Spaltung – für Zusammenhalt und Menschlichkeit.“ 

Gemeinsam Zukunft gestalten

Für Hagen Vetter ist das Wahlprogramm mehr als ein politisches Papier. „Es ist eine Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, unsere Stadt gemeinsam weiterzuentwickeln.“ und „Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen sich einbringen können, wo Politik zuhört und wo Zukunft aktiv gestaltet wird.“ Die SPD Münzenberg verbindet mit ihrem Programm ein klares Versprechen: Eine starke, soziale und lebenswerte Kommune – heute und morgen! Für die Münzenberger Bevölkerung ein gutes und verlässliches Angebot."

 

SPD Münzenberg besucht Gambacher Tagebau

(HV). Eine Delegation der Münzenberger Sozialdemokraten besuchte jüngst den Basalt-Tagebau im Norden Gambachs, um sich über Ansichten und Aussichten über die Zukunft des riesigen Geländes zu informieren. Dominik Heinz, der Projektmanager Lagerstätten, Genehmigungen Umweltschutz (LGU) der Fa. Holcim Kies & Splitt GmbH, die den Tagebau betreibt, gab einen Überblick über geplante Abbauflächen und den Ablauf der Rekultivierung stillgelegter Flächen. Es ist beantragt und geplant, das Areal unter Beachtung notwendiger Abstände zu Siedlungsflächen nach Süden zu erweitern, so dass die im Volksmund bekannte "Pfaffenhecke", ein Überbleibsel eines Jahrhunderte alten Gehölzbestandes, verschwinden wird. Das Flöz mit dem begehrten Naturstoff Basalt, eine Folge von Eruptionen des Vogelsberges, größten Vulkans Europas, liegt genau in dieser Fläche. Beim Abbau müssen nach dem strengen, aber starken Bergrecht Mindesthöhen über dem Meeresspiegel eingehalten werden, um das dort befindliche Grundwasser zu schützen - ein überaus wichtiger Aspekt für die Mehrheit der Münzenberger Bevölkerung, sind hier doch mit Gambach und Ober-Hörgern über 4.000 Menschen betroffen. Ebenso wichtiger Kontrolle unterliegt das Einbringen von unbelastetem Erdaushub aus anderen Landesteilen, damit die Abbaufläche nach genehmigten Plänen wieder aufgefüllt und rekultiviert werden kann. Hierbei soll auch der Bevölkerung Gelegenheit gegeben sein, das Gelände in Teilen für Freizeitaktivitäten nutzen zu können - ein langgehegtes Anliegen der Münzenberger SPD. Auch nicht zu vernachlässigen ist der ökologische Aspekt, denn spezielle Flora und Fauna hat sich mittlerweile auf dem Areal angesiedelt und soll erhalten bleiben. Die Gruppe von Rehen, die alltäglich ihrer Wege durch das Gelände zieht, lässt hierbei grüßen! Für die Gambacher und Ober-Hörgerner Bevölkerung bedeuten die Rahmenbetriebs- und Rekultivierungspläne, dass mindestens noch etwa eine Generation "Betrieb" im Norden Gambachs herrschen wird. Das Unternehmen Holcim Kies & Splitt GmbH hat offene und vertrauenswürdige Kommunikation zugesagt, was alle Beteiligten freuen dürfte. Die SPD Münzenberg bleibt hier am Ball!"

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