Am vergangenen Samstag hatte die SPD Münzenberg zu ihrer ersten Bürgerinfo-Runde ein- geladen. In der Gambacher Ringstraße trafen sich SPD-Mandatsträger aus Ortsbeirat, Stadtver- ordnetenversammlung und Magistrat mit etlichen Anwohnern aus dem Gambacher „Heiligen Stock“, um anstehende Probleme und Fragen zu erörtern. Die SPD-Vorsitzende Gabi Sickel be- grüßte die sehr zahlreich Anwesenden und gab sofort das Wort frei zur ersten Bürgerinfo. Bei hei- ßen und kalten Getränken wurde eifrig diskutiert. Das Thema „Wiederkehrende Straßenbeiträge“ war naturgemäß „Gesprächsthema Nr. 1“. Etliche Fragen waren zu beantworten, Befürchtungen und Bedenken wurden geäußert und konnten geklärt werden. Im Ergebnis waren sich aber alle Be- teiligten einig, dass es „unterm Strich“ besser ist, wenn „Viele öfter wenig zahlen, als Wenige sel- ten viel“. Ein Rundgang im Viertel schloss sich den intensiven Gesprächen an und viele Meinun- gen wurden „über den Zaun hinweg“ ausgetauscht.
Er ist weithin bekannt, der „Osterstein“ in der südlichen Gambacher Gemarkung. Hoch über der Fluss- aue der Wetter gelegen, fristet das ehemalige Ausflugsziel der Gambacher heute ein eher verwunschenes Dasein. Konnte man vor 40 Jahren noch eine herrliche Aussicht auf das Flusstal genießen, ist heute weder vom „Osterstein“ selbst, noch von der einstigen Aussichtsmöglichkeit etwas zu sehen. Das hat einerseits mit der mittlerweile abgebauten Überquerungsmöglichkeit des Flusses zu tun, besser bekannt als „blauer Steg“, andererseits hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten das Freizeitverhalten der Menschen gehörig ge- ändert. Die heute „gereiften“ Endfünfziger können sich noch an turbulentes Treiben an den riesigen Findlin- gen des „Ostersteins“ erinnern und unsere Altvorderen wissen noch ganz andere Sachen zu berichten!
Voll und ganz bestätigt sieht sich die SPD Münzenberg in ihrer bislang vertretenen Auffassung, dass eine künftige Veranlagung der Straßenausbaubeiträge nach dem „wiederkehrenden Prinzip“ für alle Beteilig- ten das bessere System ist. In der jüngsten Bürgerversammlung im Gambacher Bürgerhaus erläuterte das Planungsbüro Kommunal-Consult Becker AG die Grundlagen und Unterschiede der konkurrierenden Ab- rechnungsverfahren „einmalige“ und „wiederkehrende“ Straßenausbaubeiträge. Freilich hätte das Thema mehr Zuhörer verdient gehabt, aber viele der coronabedingten Einzelsitzplätze in den beiden Sälen des Bür- gerhauses blieben entgegen der Erwartungen der Stadtverwaltung jedoch leer. Dennoch hatten sich einige Bürger eingefunden, darunter auch Kommunalpolitiker aller Couleurs, um sich eingehend zu informieren und sich auszutauschen.
Machen wir uns nichts vor: Die Jahresdurchschnittstemperatur unseres (noch) blauen Planeten steigt kontinuierlich an und die letzten drei Sommer waren heiß wie nie. Auch der letzte Zweifler sollte besser „kapiert“ haben, dass der Klimawandel echt und nicht eine Erfindung der Chinesen ist – noch können wir insgesamt etwas tun, solange der „Point of no return“, der gefürchtete „Kipp-Punkt“, nicht erreicht bzw. überschritten ist! Die ersten Kommunen, auch in Hessen, reklamieren einen gewissen Wassernotstand, d. h. die Trinkwasserreserven haben einen gefährlichen Niedrigstand erreicht. Das hat Auswirkungen auf die Versorgung einerseits mit dem wichtigsten Grundnahrungsmittel und andererseits mit benötigtem Löschwasser. Und wie ist es in der Stadt Münzenberg?
Schaut euch dazu weiter unseren nächsten VLOG an:
Die Diskussion ist voll entbrannt: Wie sicher muss ein Schulweg sein und wieviel Stellplätze braucht eine „Hol- und Bringzone“ an einer Schule? Grund hierfür ist in der Stadt Münzenberg eine Initiative der Kon- servativen, die die Sicherheit des Bellersheimer Weges im Burgenstadtteil bezweifeln. Wer wollte etwas an- deres als sichere Schulwege? Außer Zweifel steht für die SPD Münzenberg, dass die Schulkinder möglichst sicher zu ihrer Schule kommen können. Auch müssen an Schulen und Kindergärten notwendige Parkplätze vorgehalten werden – ob das aber immer in „unmittelbarer Nähe“ sein muss, darf bezweifelt werden. Nur so war die Aussage in der Presse zu verstehen, dass es kein „Kinder-Drive-in“ an allen Schulen und Kitas ge- ben kann.